News
Beratungsdienste
Versicherungsdienste
Immobilienvermittlung
Gebührensätze
Kooperationspartner
Informationsmaterial
Sitemap
Impressum
 
Hauptseite
Sitemap

Abnahme von Leistungen, § 12 VOB

 

Abnahme nach § 12 VOB

Die VOB kennt folgende Arten der Abnahme:

  • Abnahme der Gesamtleistung
  • Teilabnahme
  • Förmliche Abnahme
  • Fiktive Abnahme

Die Abnahme der Gesamtleistung findet auf Verlangen des Bauunternehmers statt. Wird die Abnahme der Gesamtleistung verlangt, so hat der Bauherr die Abnahme innerhalb von 14 Tagen, gemeinsam mit dem Bauunternehmer durchzuführen. Eine andere Frist kann vereinbart werden.

 

Teilabnahmen sind i.d. Regel selten. Sie können aber verlangt werden, sofern es sich um in sich abgeschlossene Teile einer Leistung handelt und eine Teilabnahme, z.B. aus Beweisgründen, sinnvoll ist. ( Wird eine Teilabnahme verlangt, so lassen Sie sich aus Gründen der Vorsicht lieber beraten).

 

Die förmliche Abnahme ist eine Besonderheit, die nur die VOB kennt. Sie findet statt, wenn eine der Vertragsparteien es verlangt. Jede Partei kann auf ihre Kosten einen Sachverständigen hinzuziehen. Alle Feststellungen sind in einer gemeinsamen Verhandlung, schriftlich in einem Protokoll niederzulegen. In dem Protokoll sind Vorbehalte wegen bekannter Mängel aufzunehmen, ebenso Vorbehalte wegen Vertragsstrafen. Die förmliche Abnahme kann in Abwesenheit des Auftragnehmers stattfinden, wenn der Termin vereinbart war oder der Auftraggeber mit genügender Frist dazu eingeladen hatte. Das Ergebnis der Abnahme ist dem Auftragnehmer zügig mitzuteilen.

 

Die fiktive Abnahme ist ebenfalls eine Besonderheit der VOB. Sie hat erhebliche rechtliche Folgen. Deswegen ist hier besondere Vorsicht geboten. Die fiktive Abnahme kann in Bauverträgen ausdrücklich ausgeschlossen werden. Deshalb wird hier nicht näher darauf eingegangen.

 

Wird keine Abnahme verlangt, so gilt die Leistung innerhalb von 12 Werktagen, nach schriftlicher Mitteilung über die Fertigstellung des Werkes als abgenommen.

 

Wird keine Abnahme verlangt und hat der Auftraggeber die Leistung oder einen Teil der Leistung in Benutzung genommen, so gilt die Abnahme nach Ablauf von 6 Werktagen nach Beginn der Benutzung als erfolgt, wenn nichts anderes vereinbart ist. Die Benutzung von Teilen einer baulichen Anlage zur Weiterführung der Arbeiten gilt nicht als Abnahme.

 

Mit der Abnahme geht die Gefahr auf den Auftraggeber über.

 

Eine förmliche Abnahme und die Erstellung eines qualifizierten Abnahmeprotokolls, sollte in jedem Fall durchgeführt werden, da sie weitreichende rechtliche Konsequenzen hat. Mit erfolgter Abnahme tritt die so genannte Beweislastumkehr in Kraft. Hatte vor der Abnahme der Bauunternehmer zu beweisen, das sein Werk mangelfrei ist, so trifft nach der Abnahme die Beweislast nunmehr den Bauherren. Mit der Abnahme fängt auch die Verjährungsfrist an zu laufen.(Verjährungsfristen siehe Gewährleistung, Mängelansprüche)

 

Vorbehalte wegen Vertragsstrafen sind auf jeden Fall im Abnahmeprotokoll aufzunehmen. Selbst wenn die Vertragsstrafe im Bauvertrag festgeschrieben ist, gilt sie als verwirkt, wenn sie im Abnahmeprotokoll nicht vorbehalten wird.

 

 Nehmen Sie auf jeden Fall zur Abnahme eine sachverständige Person mit und wenn sie noch soviel Vertauen zu den Handwerkern haben sollten. Es geht hier um Ihr Geld und um Ihre Rechte. Schließlich wird Ihnen nichts geschenkt, warum sollten sie es tun.

 

Sie benötigen bei der Abnahme fachliche Unterstützung ? Kein Problem ! Wir stehen Ihnen gerne zur Seite.

 

Setzen Sie sich mit uns in Verbindung ! 

  E-mail: joachim@plaga.de

  Telefon 09421/186752

  Fax       09421/186753

 

 


Regelwerk VOB
Vergabe von Leistungen/Eigenleistungen
Bauverträge
Gewährleistung
Baubetreuung/Bauüberwachung
Baukostenmanagement
Abnahme von Leistungen
Mietverhältnisse
Top top Die Rechte der Inhalte dieser Seite liegen beim Verfasser.